Schulabsentismus - Kommunale Steuerungsmöglichkeiten

Art:

Ort:
Online-
Veranstaltung
via Microsoft Teams
Datum: 
Donnerstag, 12. Mai 2022 - 9:00 bis 14:30
Schulabsentismus ist ein vielschichtiges und komplexes Phänomen, dessen gesellschaftliche und individuelle Folgen gravierend sind. Neben dem verpassten Schulstoff mangelt es fehlenden Schüler:innen regelmäßig an wichtigen pädagogischen und sozialen Erfahrungen. Darüber hinaus ist häufiges Fehlen einer der zentralen Gründe dafür, dass Schüler:innen keinen Schulabschluss erreichen und somit häufig von Jugendarbeitslosigkeit betroffen sind. 
 
Ebenso vielschichtig wie das Phänomen Schulabsentismus ist, sind die unterschiedlichen Maßnahmen zur Bekämpfung von Schulabsentismus. Diese reichen von schulpädagogischen, außerschulischen, bis hin zu psychotherapeutischen Maßnahmen. Eine gute Abstimmung von präventiven und intervenierenden Maßnahmen ist notwendig, damit Schulabsentismus nachhaltig überwunden werden kann. Kommunen und das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement (DKBM) nehmen an dieser Stelle eine Schlüsselfunktion ein, um Maßnahmen zu koordinieren und zu strukturieren.  
 
Dies haben Kommunen erkannt und verfassen Handlungsleitfäden, um das Problemfeld Schulabsentismus zu organisieren. Ziel von Handlungsleitfäden ist es, ein gemeinsames Verständnis von Schulabsentismus und eine verbindliche Struktur präventiver und intervenierender Maßnahmen bei den relevanten Akteuren im Bereich Schulabsentismus zu etablieren. Es hat sich als eine zentrale Herausforderung herausgestellt, die konsequente Anwendung der Handlungsleitfäden durch die relevanten Akteure nachhaltig zu implementieren. Darüber hinaus stehen Kommunen insbesondere vor der Herausforderung, Daten zu dem Problemfeld Schulabsentismus zu erheben und diese zu systematisieren. Das DKBM kann hier ansetzen und Lücken auf Steuerungs- und Datenebene füllen.  
 
An diesen und weiteren Herausforderungen knüpft der Entwicklungsworkshop „Schulabsentismus – kommunale Handlungsmöglichkeiten“ an und stellt dabei unter anderem folgende Fragen: 
 
  • Wie kann auf kommunaler Ebene ein gemeinsames Verständnis im Bereich Schulabsentismus geschaffen werden?
  • Wie kann eine stärkere Verbindlichkeit bei der Nutzung von Handlungsleitfäden hergestellt werden und welcher Kooperations- und Koordinationsstrukturen bedarf es im Handlungsfeld Schulabsentismus?
  • Welche Datengrundlage auf kommunaler Ebene gibt es und wie können Daten im Bereich Schulabsentismus erhoben werden?
  • Wie kann das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement dabei helfen, kommunale Kooperations- und Steuerungsfunktionen zu bündeln und Daten im Bereich Schulabsentismus zu systematisieren? 
Mit dem digitalen Entwicklungsworkshop „Schulabsentismus – kommunale Handlungsmöglichkeiten“ bieten wir Ihnen die Möglichkeit, diese Fragen gemeinsam mit anderen Kommunen zu diskutieren und voneinander zu lernen. Im Rahmen einer kollegialen Beratung mit anderen Kommunen und durch die Unterstützung wissenschaftlicher Expertise, können Sie sich über kommunale Handlungsmöglichkeiten im Bereich Schulabsentismus austauschen und Ihr kommunales Vorhaben gezielt reflektieren und vertiefen. 
 
Der Entwicklungsworkshop findet mit maximal 15 Teilnehmenden statt. Die Teilnahme am Entwicklungsworkshop ist kostenfrei. Wir empfehlen, in Teams von mindestens zwei Personen teilzunehmen.
 
Bei Fragen und Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich gern an uns. 
 
Ansprechperson

Moritz Schnitger

Programmabteilung,
Berlin
030 25 76 76 – 520 (zur Zeit nur per Mail erreichbar)