"Es braucht Achtung voreinander, Empathie, persönliche Beziehungen und klare, machbare Zielsetzungen für erfolgreiche Kooperation.“

Dokumentation der regionalen Fachveranstaltung in Kassel II am 12. Juni 2018

Art:

Ort:
Tagungszentrum Kulturbahnhof Kassel
Franz-Ulrich-Str. 6
34117 Kassel
Datum:
Dienstag, 12. Juni 2018 - 9:00 bis 17:00
Kontakt:
„Nichts ist hilfreicher für Kooperation als Erfolg", sagte Dieter Assel, ehemaliger Leiter Jugendhilfe, Stadt Weiterstadt. Doch wie gelingt es, eine Kooperation mit externen Akteuren erfolgreich zu gestalten? Was braucht es dazu? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren der Bildungsangebote für Neuzugewanderte am 12. Juni bei der dritten von vier regionalen Fachveranstaltungen in Kassel.
 
Das übergeordnete Thema aller vier Fachveranstaltungen war „externe Kooperation mit Akteuren der Zivilgesellschaft in der Kommune“. Dabei meint dies ein breites Spektrum an Akteuren wie Verbände, Agenturen, Kammern, Träger der Kinder- und Jugendarbeit, Migrantenorganisationen, Sozialpartner, Religionsgemeinschaften etc.  aber auch ehrenamtliche organisierte Initiativen und Vereine. 
 
Im Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ ist Kooperation explizit angelegt und eine zentrale Grundannahme: Die Integration der Neuzugewanderten in das Bildungssystem, in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt kann nur kooperativ gelöst werden. Damit lässt sich eine weitere Grundannahme verbinden: „Wenn im Alltagsleben einer Kommune das Miteinander in Vielfalt funktioniert, profitiert davon die Gesellschaft insgesamt.“ (Frank Gesemann & Roland Roth; Erfolgsfaktoren der kommunalen Integration von Geflüchteten 2017; S.2).  
 
Kommunen und Akteure der Zivilgesellschaft sind also heutzutage mehr denn je gefragt zu kooperieren, denn die komplexen Aufgaben in einer Kommune können nur kooperativ und gemeinschaftlich gelöst werden. Um die vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen, sind die Akteure vor Ort aufeinander angewiesen: es geht um deren Wissen, um deren Kompetenzen, um deren Zugänge, um deren Ressourcen, um deren Handlungsspielräume und vieles mehr. 
 
Zentraler Bestandteil der Fachveranstaltungen war es daher, in Workshops und Reflexionsphasen der Frage nachzugehen, wie Kooperation im Kontext des Förderprogramms gestaltet, umgesetzt und koordiniert werden kann. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren hatten die Möglichkeit, sich im Kontext ihrer Arbeit kollegial auszutauschen, zu beraten und voneinander zu lernen. Über die Praxisbeispiele sollten erfahrungsbasiertes Wissen vermittelt und darüber Hinweise für die Arbeit vor Ort generiert werden. D.h. es ging nicht darum, allgemeingültige Empfehlungen oder Rezepte für den Aufbau und die Pflege von Kooperation zu geben, denn dafür ist das Thema und die kommunalen Kontexte zu vielschichtig. Vielmehr sollte die Fachveranstaltung dazu beitragen, die Arbeit als Koordinatorinnen und Koordinatoren in Bezug auf die Kooperation mit externen Akteuren zu reflektieren, laufende Kooperationen einzuordnen und möglicherweise neue Handlungsoptionen für die zukünftige Arbeit zu erhalten. 
Impulsvortrag: „Externe Kooperation“
Transferagentur für Großstädte

Nach einer Begrüßung durch Markus Weiland des DLR-Projektträgers und der Transferagentur für Großstädte erfolgte ein kurzer Impulsvortrag zum Thema „Externe Kooperation“ durch Markus Lindner. 

In einer anschließenden Diskussion mit Akteuren aus der Praxis erörterten die Podiumsgäste ihre Perspektiven, Ziele und Handlungslogiken in der Zusammenarbeit miteinander.
In Kassel auf dem Podium waren:
Katja Schöne, Referentin der Dezernentin für Jugend, Schule, Frauen und Gesundheit, Stadt Kassel
Christine Knüppel, Geschäftsführerin Kulturzentrum Schlachthof e.V., Stadt Kassel
Dieter Assel, ehem. Leiter Jugendhilfe, Stadt Weiterstadt
Martina Schuster, Kommunale Koordinatorin, Bildungsbüro, Stadt Nürnberg

Unterschiedliche Kommunen halten unterschiedliche Ausgangslagen von bereits bestehenden Kooperationsstrukturen, aber auch vom Kooperationsbewusstsein bereit. Das bestätigten auch die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Kassler Kulturbahnhof. Es lohne sich, einen Blick auf die bereits bestehenden Strukturen zu werfen, so Christine Knüppel: „Die Frage, ob es überhaupt ein Kooperationsbewusstsein gibt, ist ausschlaggebend. Und die Antwort darauf ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich ausgeprägt.“ Denn oft gehe es nicht darum, komplett neue Strukturen zu schaffen, sondern bereits bestehende anders und/oder stärker zu nutzen.

Ganz wichtig für funktionierende externe Kooperation ist die Zielsetzung und was sich die Akteure – Zivilgesellschaft oder Verwaltung – überhaupt vornehmen. 

Christine Knüppel

Wie bei vielen Aspekten im kommunalen Bildungsmanagement ist auch bei der externen Kooperation das Thema Kommunikation ein zentraler Baustein. So müssten die Kommunikations- bzw. Informationsflüsse aller Akteure in alle Richtungen regelmäßig fließen. Das bedeute eben auch, durchaus mal als Zwischenstand durchzugeben, dass (noch) nicht viel passiert ist. „Wenn bestimmte Themen kommunal und/oder kooperativ nicht zu lösen sind, sollten die Akteure damit transparent umgehen“, so Martina Schuster. 

Manchmal dauert es, bis das Ergebnis einer Kooperation – z.B. eine gemeinsam genutzte Datenbank – von allen Akteuren als Mehrwert angesehen wird.

Martina Schuster

Einig waren sich alle Teilnehmenden abschließend vor allem beim Thema Vertrauen. „Es braucht Achtung voreinander, Empathie, persönliche Beziehungen und klare, machbare Zielsetzungen für erfolgreiche Kooperation“. Vertrauen sei deswegen die Basis, da bei gemeinsamer Kooperation für eine Sache teilweise Autonomien aufgebeben werden, die dann anderen Akteuren zugeschrieben werden könnten. 

Kooperation in und mit Verwaltung funktioniert nur dann, wenn sie institutionell abgesichert ist und sowohl extern als auch intern auf Augenhöhe passiert.

Teilnehmerin aus dem Publikum

In vier parallelen Workshops stellten Referentinnen und Referenten ihre Beispiele aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern der kommunalen Koordinierung vor. Im Mittelpunkt standen Ausgangslagen, Rahmenbedingungen, Prozesse und Strukturen zum Gelingen der Kooperation.

Workshop 1 

Vernetzungsplattform für zivilgesellschaftliches Engagement 

Christian Lehmann, Bildungskoordination für Neuzugewanderte, Amt für Jugend, Familie und Bildung, Stadt Leipzig, Großstadt 
Moderation: Hadrien Segond, Transferagentur für Großstädte
Bei „Afeefa Leipzig“ handelt sich um eine Plattform, die im April 2018 gestartet ist und als digitale Stadtkarte funktioniert. Verschiedene Akteure und Angebote im Bereich Integration und Transkulturalität werden auf einen Blick sichtbar gemacht. Neben Geflüchteten richtet sich die Plattform vor allem an ehrenamtliche und hauptamtliche Akteure in diesem Feld.
„Suchen. Finden. Mitmachen!“ lautet das Motto des Projekts. Auf dem Smartphone oder am Laptop können Interessierte ein passendes Angebot in ihrer Nähe finden: sei es eine Beratungsstelle für Asyl, ein Sprachkurs, ein Begegnungscafé oder eine interkulturelle Theatergruppe. Mithilfe digitaler Technologien soll zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt und eine Vernetzung der relevanten Integrationsakteure in Leipzig gefördert werden.
Das „Afeefa“-Konzept verfolgt eine nachhaltige Strategie im Umgang mit Online-Datenbanken, d.h. der Betrieb muss ressourcenschonend zu bewältigen sein. Dafür sollen die Akteure der Stadtgesellschaft involviert werden. Es existiert ein leistungsstarkes Verwaltungssystem, das themenbezogene Zugänge ermöglicht und für eine dezentrale Zusammenarbeit unterschiedlich organisierter Personen ausgelegt ist.
 
In dem Workshop wurde darüber diskutiert, ob Internetportale wie Afeefa geeignet seien, die Zielgruppe der Geflüchteten umfassend über Bildungsangebote zu informieren, oder ob andere Kommunikationswege gegangen werden sollten. In diesem Zusammenhang wurden vor allem auch die allgemeinen technischen Herausforderungen, konkurrierende Angebote sowie die Reichweite der Plattform thematisiert. 
 
Eine Herausforderung für den Verein Afeefa ist die Gewinnung und Einbindung weiterer Anbieter, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass mit dem Portal bislang eher die Gruppe angesprochen werde, die engagiert in der Arbeit mit Geflüchteten ist. Um das Engagement zu stärken, sei es wichtig, den Mehrwert der Beteiligung zu verdeutlichen. Auch sei es wichtig, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe innerhalb des Vereins zu leben und den beteiligten Akteuren zu ermöglichen, aktiv teilzuhaben.
 
In der Frage, wie es möglich sei, insbesondere junge Geflüchtete über Bildungsangebote zu informieren, ergab sich aus der Diskussion im Workshop, dass die direkte Ansprache die größte Erreichbarkeit ermögliche. Diese sollte über Migrantenorganisationen, Vertrauenspersonen oder in geschlossenen Gruppen über soziale Netzwerke wie Facebook erfolgen. Thematisiert wurde auch der Umstand, dass oft erwartet werde, dass junge Geflüchtete „deutsch“ denken. Es sei also wichtig, die Ansprache diversitätssensibel zu führen. 
Workshop 2 

Vernetzungsstrukturen zum Übergang Schule-Beruf 

Jürgen Ripplinger, Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf, Stadt Weinheim, große Kreisstadt 
Moderation: Markus Lindner, Transferagentur für Großstädte
Weinheim ist seit langem eine bildungsaktive Stadt, die sich als "Bildungsregion Weinheim" profiliert. Mit der "Weinheimer Bildungskette" beschreibt die Stadt eine lokale Gesamtstrategie für Bildung, Berufsbildung, Integration und Teilhabe. Seit dem Schuljahr 2014/15 ist sie Modellregion bei der Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf.
Im Mittelpunkt der Weinheimer Bildungskette stehen Kinder und Jugendliche, die auf ihren Bildungs- und Lernwegen oder an ihren biografischen Bildungsübergängen verloren gehen könnten. Für sie soll vom Krabbelalter bis zum Übergang in den Beruf an ihren jeweiligen Bildungsorten eine Bildungsqualität erreicht werden, die ihnen eine qualifizierte Berufsperspektive ermöglicht. Die Handlungskonzepte hierfür werden kommunal koordiniert und von einem breiten Kooperationswerk aus Bildungseinrichtungen, bürgerschaftlichen Akteuren, Wirtschaft und Verwaltung ausgestaltet. Das Praxisbeispiel befasste sich u.a. mit der Schaffung nachhaltiger Strukturen sowie über die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft, in Verwaltung hineinzuwirken und umgekehrt.
 
Viel Raum wurde in diesem Workshop für Nachfragen und die Diskussion rund um die „Lern-Praxis-Werkstatt“ verwendet. Daran bestand ein großes Interesse der Teilnehmenden, da solche Angebote für Menschen „ohne“ Status in ihren eigenen Kommunen meist fehlen. Aus diesem Grund ging es vor allem darum zu zeigen, wie diese Angebote koordinativ und kooperativ gestaltet werden können. Weiterhin wurde zum Zusammenspiel zwischen der strategischen Ebene und der Ebene mit den Akteuren/im Sozialraum diskutiert. In diesem Zusammenhang spielt die Koordinierungsstelle in Weinheim eine zentrale Rolle.
 
Folgende Herausforderungen mit den dazugehörigen Lösungsansätzen wurden im Workshop identifiziert:
  • Verbindlichkeit herstellen: Eine Kultur der Zusammenarbeit kann nur in einer Struktur entstehen. Innerhalb dieser ist es wichtig, klar, verbindlich und verlässlich zu arbeiten. Diese Arbeitsweise funktioniert nur mit den entsprechenden Ressourcen. Die Förderrichtlinie der Kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren bietet das entsprechende Potenzial, um z.B. ein Netzwerkmanagement umzusetzen.
  • Überzeugung der strategischen Ebene: Überzeugung ist einerseits eine notwendige Voraussetzung, in vielen Kommunen jedoch schwierig einzuholen. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, das datenbasierte Sichtbarmachen von Problemen und die Organisation von Dialogen kann dieses aber trotzdem gelingen. 
  • Permanente Überprüfung und Weiterentwicklung von Strukturen: Dazu gehört auch, Strukturen aufeinander abzustimmen um Doppellungen und Überforderungen zu vermeiden.  Der Lösungsansatz lautet entsprechend, die Zusammenarbeit stets zu systematisieren.
 

Das Ankommen geflüchteter Menschen hat nicht nur neue Herausforderungen für die Kommunen hervorgebracht... 

Jürgen Ripplinger

... sondern eigentlich als Katalysator gewirkt: nämlich zu zeigen, welche Probleme in einer Kommune bestehen und was an Lösungen fehlt. Exemplarisch sei dabei das Thema Wohnen genannt, aber auch fehlende Teilhabe, keine Bildungsabschlüsse und misslingende Übergänge.

Workshop 3 

Tragfähiges Netzwerk der beruflichen Integration junger Flüchtlinge in Nürnberg

Martina Schuster, Bildungskoordination für Neuzugewanderte, Bildungsbüro, Stadt Nürnberg, Großstadt
Moderation: Iris Lopatta, Transferagentur für Großstädte
 
Der runde Tisch „Berufliche Integration junger Flüchtlinge in Nürnberg“ wurde im Herbst 2015 einberufen, um auf Verwaltungsebene auszuloten, welche Fördermöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer insbesondere am Übergang von der Schule in den Beruf zur Verfügung stehen.
Aus der Arbeitsgruppe hat sich ein tragfähiges Netzwerk entwickelt mit dem Ziel, junge Neuzugewanderte systematisch beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Teilnehmende sind die Kammern, die Arbeitsverwaltung, das Amt für berufliche Schulen, Jugendsozialarbeit an Schulen, das Jugendamt, der allgemeine Sozialdienst, die Ausländerbehörde, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Polizei.
Nach der Vorstellung der Kooperationspartner und erster Meilensteine stand im Workshop der Prozess zur Entwicklung einer nachhaltigen Kooperation im Mittelpunkt.
Anhand dieses Beispiels diskutierten die Teilnehmenden u.a. wie die Initiierung eines runden Tisches gelingen kann. „Berufliche Integration junger Flüchtlinge in Nürnberg“ entwickelte sich thematisch aus einem Runden Tisch, der zunächst vom allgemeinen Sozialdienst initiiert wurde, um konkrete Fallberatungen durchzuführen. Nach und nach öffnete sich der Tisch nicht nur thematisch, sondern lud auch ausgewählte externe Akteure explizit ein und etablierte sich zu einem relevanten Akteursnetzwerk.
 
Ebenfalls beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, welche Möglichkeiten der aktiven Einbindung der Kommunalen Koordinatoren sich erfahrungsgemäß als ertragreich herausgestellt haben, gerade wenn sich die entsprechenden Arbeitskreise bereits etabliert und sich die Aufgabenverteilung unter den Akteuren bereits eingespielt haben. Im Fall des genannten Runden Tisches in Nürnberg setzten die Koordinatoren zunächst bewusst auf eine „Unterstützung im Hintergrund“: Während Koordination und Moderation nach wie vor bei den Initiatoren lag, übernahmen sie sukzessiv Aufgaben wie die Unterstützung der inhaltlichen Vorbereitungen und der Erstellung von Protokollen. Auch wenn nach außen nicht unmittelbar sichtbar, gelang es den Koordinatoren somit, kontinuierlich die Art der Themenaufbereitung mitzugestalten, zu prägen und relevante Funktionen zu übernehmen. 
Workshop 4 

Kooperationsprozesse der kommunalen Steuerungsgruppe im Programm „Willkommen in Dessau-Roßlau“ 

Susanne Held, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Kommunales Bildungsbüro, Stadt Dessau-Roßlau, mittelgroße kreisfreie Stadt 
Moderation: Katja Geerdes, Transferagentur für Großstädte
Im Kooperationsprozess der kommunalen Steuerungsgruppe zum Programm „Willkommen in Dessau-Roßlau“ sind beteiligt: Akteure der Bildungslandschaft (Sprachschule, Jugendmigrationsdienst und Hochschule) und die Amtsleitungen des Jugendamtes, Sozialamtes, Kulturamtes sowie der Integrationskoordinator. Ausgangspunkt dafür war das Programm „Willkommen bei Freunden“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Schwerpunkt des Programms in Dessau-Roßlau ist es, die Kinder- und Jugendbeteiligung von Geflüchteten im Freizeit-, Kultur- und Sportbereich zu erhöhen.
Neben dem Kooperationsprozess wurden im Workshop andere Angebote und Formate veranschaulicht, die aus der Steuerungsgruppe hervorgegangen sind, wie z.B. Angebote mit Fachkräften aus Jugendeinrichtungen und Akteuren aus Kultur, Sport und Freizeit (Theaterintendant, Naturkundemuseum, Vereine, Freiwillige u.a.)
Susanne Held ging zunächst auf die relevanten Prozessschritte und Meilensteine ein. Anschließend wurden Erfolgs- und Risikofaktoren für das Gelingen des kooperativen Prozesses und für die nachhaltige Umsetzung der entwickelten Maßnahmen aufgezeigt und diskutiert.
Im Verlauf des Prozesses wurden Workshops mit jungen Geflüchteten und einheimischen Jugendlichen durchgeführt. Die Koordinierung lag bei der Bildungskoordinatorin gemeinsam mit weiteren Akteuren. Die Ergebnisse der Workshops flossen in weitere Analyse- und Maßnahmenworkshops der Fachakteure ein. 
Ein wichtiger Kooperationspartner in dem Prozess war die Hochschule Anhalt-Stadt. Auf Basis von Analyseworkshops hat die Koordinatorin gemeinsam mit weiteren Fachakteuren einen Maßnahmenplan entwickelt, der die Zugänge zu Vereinen und kultureller Bildung sowie zur offenen Kinder- und Jugendarbeit erhöhen soll.
 
Eine generelle Herausforderung war die Frage danach, wie Akteure damit umgehen sollen, wenn sich wichtige Partner gegen das Vorhaben sperren. Ein Lösungsansatz kann dabei sein, sich Verbündete zu suchen und/oder die Umsetzung des Vorhabens mit anderen Partnern und Akteuren weiterzuführen.
 
Reflexionsphasen
Sowohl nach dem Einführungsimpuls und der Podiumsdiskussion als auch nach der Workshopphase hatten die Teilnehmenden in zwei Reflexionsphasen Gelegenheiten zum Austausch untereinander. In Kleingruppen (aufgeteilt nach Kommunengröße), konnten sich die Kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren zusammenfinden und das Gehörte auf die eigene Arbeitsrealität übertragen. 
Auf einem Problem-Lösungsbaum hielten sie zunächst ihre Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit externen Akteuren fest und konzentrierten sich am Nachmittag auf mögliche Lösungsansätze
 
Hier steht Ihnen eine Auswahl der bearbeiteten Lösungsbäume der vier Fachveranstaltungen als Download zur Verfügung:

Bildergalerie mit einigen Impressionen der Fachveranstaltung in Kassel

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