Kooperation Schule-Jugendhilfe: Strukturlösungen im Sozialraum am Beispiel der Familiengrundschulzentren

Art:

Ort:
Online
Veranstaltung
via Teams
Datum: 
Mittwoch, 3. März 2021 - 10:00 bis 15:00
Kontakt:
Bildung beginnt in der Familie – die familiäre Sozialisation hat einen bedeutenden Einfluss auf Leistungen und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Um Kindern Bildungserfolge zu ermöglichen, ist es wichtig, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte zusammenarbeiten. Ein innovativer Ansatz für die Förderung der Zusammenarbeit von Eltern und Schule sind die Familienzentren in Grundschulen. Die Stadt Gelsenkirchen definiert diese als „vielfältige Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote. Die Familienzentren verfolgen dabei das Ziel, Chancengleichheit herzustellen und herkunftsbedingte Bildungsungleichheit zu reduzieren.“ Als niedrigschwellige sozialräumliche Knotenpunkte und Anlaufstellen unterstützen sie Familien mit Grundschulkindern.
 
Auf kommunaler Ebene setzt das Konzept der Familiengrundschulzentren die Vertiefung von Kooperationsstrukturen zwischen Schule und Jugendhilfe sowie mit weiteren bildungsrelevanten Akteuren in der Verwaltung und im Sozialraum voraus. Um die Familiengrundschulzentren vor Ort bestmöglich zu fördern, bedarf es einer kommunalen Koordinierung, eines gesamtstädtischen Konzepts, das übergreifende Entwicklungen aufnimmt, transferiert und begleitet. Im datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement werden Instrumente und Methoden bereitgestellt, die notwendige strategische Koordinations- und Planungsarbeit sowie Evaluationen und ein Monitoring übernehmen können.
 
Seit 2015 verfolgt die Stadt Gelsenkirchen den Ansatz der Familiengrundschulzentren auf Grundlage von Familienzentren in Kitas mit Unterstützung der Wübben Stiftung. Mönchengladbach baut seit 2019 die Familiengrundschulzentren an neun Standorten aus.
 
Ausgehend von den Praxisbeispielen Mönchengladbach und Gelsenkirchen soll der Ansatz der Familiengrundschulzentren im Rahmen des Großstadtnetzwerkes vorgestellt und folgende Fragen thematisiert werden:
  • Welche Rolle können Familiengrundschulzentren in der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule spielen und welcher Strukturen und Zielsysteme bedarf es dafür?
  • Wie können Familiengrundschulzentren wirkungsorientiert gesteuert ausgerichtet werden? Welche Ansätze werden verfolgt?
  • Welchen Mehrwert birgt die Kooperation zwischen Kommune und Stiftungen? Wie erfolgt die Einbindung weiterer Akteure?
  • Welche Kooperationsstrukturen im Sozialraum gibt es, an die die Familiengrundschul-zentren andocken können? 

Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte

Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte ist ein bundesweites Netzwerk von Kommunen, die ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement aufbauen und weiterentwickeln, um für aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich ressortübergreifende Lösungen zu erarbeiten. Die Treffen fördern den städteübergreifenden Praxis- und Erfahrungsaustausch und bieten die Zeit sowie einen vertraulichen Rahmen für kollegialen Austausch und Vernetzung. Zudem bietet es ein Forum, um Einblicke in gute Praxis vor Ort zu erhalten und Zukunftsthemen für das DKBM zu diskutieren. Ein Einstieg ins Großstadtnetzwerk ist jederzeit möglich. 
 
 
Zielgruppe
Im Sinne der gelebten Kooperation richtet sich die Veranstaltung an kommunale Fach- und Führungskräfte mit Koordinierungsaufgaben auf strategischer und operativer Ebene im Bereich Schule, Jugend, Bildung und Familie sowie weitere Akteur:innen wie Schulaufsichten. 
 
Anmeldung
Aufgrund starker Nachfrage ist eine Anmeldung aktuell leider nicht mehr möglich.
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