Neuer Termin: Integrierte Planung kommunaler Bildungslandschaften

Datenbasiert. Sozialräumlich. Partizipativ.

Art:

Ort:
Mannheim
Marchivum
Archivplatz 1
68169 Mannheim
Datum: 
Mittwoch, 11. November 2020 - 12:30 bis Donnerstag, 12. November 2020 - 14:00
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Anmeldung:
Kommunale Bildungsplanung muss als integrierte Fachplanung verstanden werden. Das unterstreicht bereits der zwölfte Kinder- und Jugendbericht aus dem Jahre 2005. Diese sollte sozialräumlich ausgestaltet sein und die Verengungen und Begrenzungen der vielen planenden Teilsysteme (Kinder- und Jugendhilfe, Schule etc.) homogenisieren. Integrierte Planung ist allerdings kein Selbstzweck – ihr Sinn liegt in der Umsetzung.
 
In der kommunalen Praxis zeigt sich, dass integrierte Planung eine unterschiedlich starke Bedeutung einnimmt. Generell haben Großstädte eine deutlich längere Tradition und Erfahrung vorzuweisen. Sie verfügen teils über Kooperationsstrukturen zwischen Schule und Jugendhilfe, die als Einfallstor dienen können, um integrierte Planungsstrukturen aufzubauen. Allerdings rückt mit einem immer stärkeren Fokus kommunaler Bildungsthemen die Frage nach der Umsetzung einer ressortübergreifenden und abgestimmten (Bildungs-) Planung sowie eines sozialräumlich ausgerichteten Monitorings in den Mittelpunkt. Eine große Herausforderung ist dabei u.a. unterschiedliche Planungsansätze und -methoden verschiedener Fachbereiche integriert zu denken, miteinander zu verzahnen und gemeinsam zu bearbeiten.
 
Ein datenbasiertes Bildungsmanagement kann dabei die „Klammer“ bilden: Es verbindet Prozesse, Methoden und Konzepte unterschiedlicher Planungsansätze miteinander, gewährleistet den Informationsfluss und holt die richtigen Akteure an einen Tisch. Mithilfe eines gut ausgerichteten datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements kann es gelingen, verschiedene Fachplanungen aufeinander zu beziehen und unter Berücksichtigung sozialräumlicher Entwicklungen zu bearbeiten. Eine integrierte Bildungsplanung setzt daher auch neue Formen der Kooperation innerhalb der Verwaltung und im Zusammenspiel zwischen Sozialraum und gesamtstädtischer Ebene voraus.
 
Unterschiedliche Perspektiven und Zugänge aufzugreifen ist daher das Hauptanliegen dieses Großstadtnetzwerkes. Wir möchten Sie einladen, konzeptionelle, methodische und alltagspraktische Fragestellungen zu beleuchten und in einem Wechsel von Inputs, Praxisbeispielen und Arbeitsphasen zu diskutieren:
  • Was kann integrierte Planung beinhalten und wie wird sie gelebt?
  • Welche Planungsansätze zeigt uns die kommunale Praxis?
  • Wie kann eine integrierte Bildungsplanung datenbasiert, wirkungs-und sozialraumorientiert ausgerichtet sein?
  • Und wie kann eine moderne integrierte Bildungsplanung fördernd und präventiv wirken?

Mannheim hat als gastgebende Kommune im Rahmen ihrer „Strategischen Haushaltskonsolidierung (SHM²)“ viel Erfahrung im Bereich der integrierten Sozialplanung. Seit 2017 arbeiten in Mannheim verschiedene Fachbereiche an der Umsetzung eines Integrierten Sozialmanagements (ISM) mit dem Ziel, die Stadtverwaltung durch ein modernes Sozialmanagement zu zielgerichtetem, systematischem und sozialraumorientiertem Handeln zu befähigen.

Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte

Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte ist ein bundesweites Netzwerk von Kommunen, die ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement aufbauen und weiterentwickeln, um für aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich ressortübergreifende Lösungen zu erarbeiten. Es bietet Ihnen ein Forum, um Einblicke in gute Praxis vor Ort zu erhalten, Zukunftsthemen für das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement zu diskutieren und im kollegialen Austausch erste Handlungsoptionen zu entwickeln. Ein Einstieg ins Großstadtnetzwerk ist jederzeit möglich.

Zielgruppe

Im Sinne der gelebten Kooperation richtet sich die Veranstaltung an Fach- und Führungskräfte mit Koordinierungsaufgaben auf strategischerund operativer Ebene. Das Großstadtnetzwerk richtet sich vor allem an Planer und Planerinnen auf der kommunalen Ebene der Bildungs-, Schulentwicklung-, Kinder- und Jugendhilfe- und Stadtentwicklungsplanung etc. sowie deren Leitungen. Weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit fachlichem Interesse sind ebenfalls willkommen.

Weitere Informationen zum Großstadtnetzwerk folgen demnächst.

Ansprechperson
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