Kommunale Bildungslandschaften “nach Corona”

Psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen langfristig im Blick behalten!

Art:

Ort:
Online-
Veranstaltung
via Microsoft Teams
Datum: 
Dienstag, 13. Dezember 2022 - 9:00 bis 15:30
Anmeldung:

Die Coronapandemie hat massive Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, die sich insbesondere auch im Bildungsbereich auf kommunaler Ebene widerspiegeln. Neben Fragen der Schulorganisation unter Pandemiebedingungen und Lernrückständen, stellen die psychosozialen Folgen für Kinder- und Jugendliche kommunale Bildungslandschaften und deren Bildungsverwaltungen vor erhebliche Herausforderungen.  In den letzten zwei Jahren wurden eine Vielzahl von kommunalen Maßnahmen meist ad hoc und unter erheblichem Zeitdruck entwickelt, um an der Schnittstelle Schule – Jugend – Gesundheit kurzfristig auf gestiegene Unterstützungsbedarfe zu reagieren.

Zum Ende des Jahres 2022 zeigt sich, dass sich die Aufmerksamkeit der bildungspolitischen Debatte längst wieder anderen Themen und Herausforderungen widmet. Parallel laufen entsprechend die allermeisten Förderprogramme zum Auffangen von Coronafolgen auf Bundes- und Landesebene zum Jahresende aus. Aktuelle Studien wie die COPSY-Studie 2022 und der WIdO-Monitor 2022 zeigen jedoch, dass die Folgen der Pandemie  insbesondere im psycho-sozialen Bereich  auch langfristig erhebliche Auswirkungen auf (vor allem sozialbenachteiligte) Kinder- und Jugendliche haben werden.

Wie können großstädtische Verwaltungen angesichts dieser Ausgangslage die psycho-sozialen Pandemiefolgen bei Kindern und Jugendlichen weiter im Blick behalten? Welche der Maßnahmen haben sich kurz- und mittelfristig bewährt und bieten Potential für Verstetigung? Welcher Ansätze und Instrumente bedarf es darüber hinaus? Wie sollte langfristige Zusammenarbeit an der Schnittstelle Schule – Jugend – Gesundheit gestaltet sein? Und welchen Beitrag kann das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement leisten?

Diesen und anderen Fragen wollen wir uns im Rahmen des Großstadtnetzwerkes widmen.

Das Großstadtnetzwerk auf einen Blick

Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Veranstaltung, bei der wir auf der Basis von spannenden Praxiseinblicken mit Ihnen in einen interkommunalen Austausch treten wollen. Hierbei werden uns u. a. Vertreterinnen der Bildungsverwaltungen aus den Städten Stuttgart, Frankfurt a. M. und Hamburg unterstützen. Als Beispiel für einen umfassenden kommunalen Monitoringansatz wird die Stuttgarter Studie „Corona und Bildung“ vorgestellt. Gemeinsam haben das Bildungsmonitoring und andere Kooperationspartner:innen eine umfangreiche Erhebung von Daten bei Lehrkräften, Eltern und Schüler:innen durchgeführt, die ein breites Lagebild zu den Coronafolgen aufzeigt.

In Frankfurt a. M. wurde mit Frankfurt zaubert für Schule und Kita ein Maßnahmenpaket durch das Stadtschulamt ins Leben gerufen. Hier werden gezielt Angebote an Kitas, Schulen und in Tagesfamilien zur Abmilderung der Corona-Folgen bei Kindern, Jugendlichen und Fachkräften gefördert.

Zudem werfen wir einen Blick auf das Hamburger Pilotprojekt „Drei für Eins“. In diesem Projekt arbeiten schulische Beratungszentren, Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrien zusammen, um den von Verhaltensauffälligkeiten und emotionalen Problemen betroffenen Kindern- und Jugendlichen niedrigschwellige Beratungs- und Therapieangebote vor Ort zu ermöglichen. 

Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte

Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte ist ein bundesweites Netzwerk von Kommunen, die ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement aufbauen und weiterentwickeln, um für aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich ressortübergreifende Lösungen zu erarbeiten. Die Treffen fördern den städteübergreifenden Praxis- und Erfahrungsaustausch. Zudem bietet es ein Forum, um Einblicke in gute Praxis vor Ort zu erhalten und Zukunftsthemen für das DKBM zu diskutieren.

Zielgruppe

Das Großstadtnetzwerk richtet sich vor allem an Mitarbeitende und Fachkräfte in der Kommunalverwaltung, die sich mit Themen des Monitorings, der Koordination und Kooperation an der Schnittstelle Bildung – Jugend – Gesundheit, der Angebotsgestaltung zum Auffangen von psycho-sozialen Pandemiefolgen bei Kindern und Jugendlichen beschäftigen, u. a. aus den folgenden Bereichen: Bildungsbüro/Bildungsmanagement, Schulamt/ Schulaufsicht, Jugendamt/ Jugendhilfeplanung, Gesundheitsamt, Amt für Soziales. Weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit fachlichem Interesse sind ebenfalls willkommen.

 

Anmeldung  

HIER können Sie sich zum digitalen Großstadtnetzwerk anmelden.  Den entsprechenden Link zur Einwahl erhalten Sie ca. eine Woche vor Veranstaltungsbeginn.  
 

Digitales Veranstaltungsformat 

Für die Durchführung des Großstadtnetzwerks verwenden wir das Programm Microsoft Teams. Das Programm müssen Sie nicht auf Ihrem Computer installieren, Sie können es über Ihren Webbrowser öffnen – wir empfehlen die Nutzung von Microsoft Edge oder Chrome.  
 
Ansprechperson
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