Kommunale Prävention als Gegenstand des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements

Strategien zur Verbesserung der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern und Familien in prekären Lebenslagen

Art:

Ort:
Im Landschaftspark Duisburg-Nord
Emscherstraße 71
47137 Duisburg
Datum:
Dienstag, 29. Oktober 2019 - 13:00 bis Mittwoch, 30. Oktober 2019 - 14:00
Kontakt:
Anmeldung:
Laut Bildungsbericht 2018 ist jeder vierte Minderjährige in Deutschland von mindestens einer sogenannten Armuts-Risikolage betroffen. Selten tritt ein Risikofaktor allein auf, häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig und verstärken sich gegenseitig. Dabei stehen Armutsgefährdung und Bildungsbenachteiligung in einem engen Zusammenhang. Dieser Umstand hat für den Bildungsweg und die Chancen von Kindern und Jugendlichen stark nachteilige Folgen.  
 
Um sich diesen Herausforderungen anzunehmen steht die Kommune im Mittelpunkt, denn sie ist Trägerin der Kinder- und Jugendhilfe, zuständig für die soziale Daseinsvorsorge und zentraler Entwicklungs- und Lebensort der Kinder und Jugendlichen. Ein möglicher Ansatzpunkt ist die „kommunale Armutsprävention“. Dieses Konzept stellt einen Handlungsansatz dar, der aus der Kinderperspektive heraus, die vorhandenen Infrastrukturen vor Ort systematisch nutzt und miteinander verzahnt, um vorbeugend zu wirken.
 
Ein weiterer Ansatz ist der Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement (DKBM). Dieser zielt darauf ab, einen datengestützten Überblick der Bildungssituation vor Ort zu erhalten, um bedarfsorientiert Angebote und Ressourcen zu steuern. Dazu werden relevante Akteure vernetzt, Bildungsangebote aufeinander abgestimmt und die kommunalen Anstrengungen möglichst zu einem Gesamtsystem gebündelt. 
 
Beide Perspektiven zu beleuchten ist das Hauptanliegen dieses Großstadtnetzwerkes. Denn es stellt sich die Frage, wie die Potenziale dieser beiden Ansätze in der Praxis für eine ressort-übergreifende (Bildungs-)planung genutzt werden können? Wie können Bildungsmonitoring und Bildungsmanagement auf der einen Seite und der Ansatz der kommunalen Armutsprävention auf der anderen Seite dazu beitragen, multiple Risikolagen und Bildungsungleichheit vor Ort zu verbessern? Trotz einer großen Schnittmenge werden die beiden kommunalen Ansätze bisher nur wenig im fachlichen Diskurs zueinander ins Verhältnis gebracht. 
  • Welche Schnittmengen und Anknüpfungspunkte haben beide Ansätze?
  • Wie können beide Ansätze zusammengedacht werden und wie können sie sich gegenseitig unterstützen?
  • Und welche Ansätze und Präventionsstrategien können sich daraus ergeben?
Zu diesen und weiteren Fragen möchten wir zusammen mit Ihnen, in einem Wechsel von Inputs, Praxisbeispielen und Arbeitsphasen auf dem Großstadtnetzwerk „Prävention stärken – Bildungschancen erhöhen“ in Duisburg diskutieren.
 
Merken Sie sich die Veranstaltung jetzt schon vor. Weitere Informationen folgen demnächst.
 

Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der kommunalen Bildungsverwaltung bzw. mit Bezug zu kommunaler Präventionsarbeit.
 
Anmeldung 
Da es sich um eine nicht-öffentliche Veranstaltung handelt, bitten wir Sie um Ihre Anmeldung bis Dienstag, 01. Oktober 2019.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen! 
 
Hotelkontingente
Wir haben in zwei zentral gelegenen Hotels Kontingente vorreserviert. Hier finden Sie alle Informationen zu den Abrufkontingenten.
Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte
Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte ist ein bundesweites Netzwerk von Kommunen, die ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement aufbauen und weiterentwickeln, um für aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich ressortübergreifende Lösungen zu erarbeiten. Es bietet Ihnen ein Forum, um Einblicke in gute Praxis vor Ort zu erhalten, Zukunftsthemen für das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement zu diskutieren und im kollegialen Austausch erste Handlungsoptionen zu entwickeln. Ein Einstieg ins Großstadtnetzwerk ist jederzeit möglich.
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