Den Übergang Schule - Beruf gemeinsam gut gestalten. Modelle der Kooperation und Steuerung im kommunalen Bildungsmanagement

Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte

Art:

Ort:
das hotel am alten park
Frölichstrasse 17
86150 Augsburg
Datum:
Mittwoch, 26. Juni 2019 - 10:00 bis Donnerstag, 27. Juni 2019 - 17:00
Kontakt:
Anmeldung:

Die Gestaltung des Übergangs Schule – Beruf ist kein neues Thema für Kommunen – die zahlreichen Bundes- wie Landesprogramme, interkommunalen Arbeitsgemeinschaften und eigenen kommunalen Ansätze belegen dies. Die Komplexität der Aufgabe und die Vielzahl der Akteure an diesem Übergang bringen Herausforderungen mit sich, die als „Dauerbrenner“ bezeichnet werden können. Dazu gehören die unterschiedlichen Ziele, Organisationslogiken, Integrationsverständnisse usw. der Akteure einerseits, bei gleichzeitiger Notwendigkeit der Zusammenarbeit andererseits. Denn letztlich verfolgen alle dasselbe Ziel: jungen Menschen die nötigen sozialen und beruflichen Kompetenzen an die Hand zu geben, um nachhaltig und langfristig ihren Platz in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt einnehmen zu können.

Doch Zusammenarbeit allein reicht nicht: Um sicherzustellen, dass die zahlreichen Kooperationen effektiv ineinandergreifen, bedarf es einer systematischen Steuerung durch die Kommune. Ein Ansatz dafür ist ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM). Dies kann gewährleisten, dass das Gesamtsystem in den Blick genommen wird, die relevanten Akteure einbezogen sind und durch passgenaue Angebote Folgekosten verringert werden.

In der Praxis zeigt sich, dass die Großstädte sehr unterschiedliche Ansätze hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der zuständigkeitsübergreifenden Zusammenarbeit ebenso wie der Rolle der Verwaltung und insbesondere des kommunalen Bildungsmanagements entwickelt haben. Die Veranstaltung möchte hierfür Anregungen liefern und einen Anlass bieten, sich mit anderen Kommunen auszutauschen und zu beraten. Dazu werden u. a. folgende Fragen diskutiert: Welche unterschiedlichen Steuerungsansätze gibt es bundesweit und welche haben sich als vielversprechend entpuppt? Welche Rolle spielt das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement darin und welchen Mehrwert bietet es auch für die anderen Akteure? Welche unterschiedlichen Kooperationsmodelle verbergen sich hinter dem Sammelbegriff „Jugendberufsagentur“? Und welche Daten braucht es für eine gute Steuerung am Übergang Schule – Beruf?

Eine Analyse unterschiedlicher Kooperationsstrukturen am Beispiel der „Jugendberufsagenturen“ wird Marina Ruth von der Universität Duisburg/Essen präsentieren.

Jürgen Ripplinger wird einen Einblick in erprobte Steuerungsmodelle bundesweit geben. Durch seine Tätigkeiten in den Städten Mannheim und Weinheim sowie als Mitglied der Weinheimer Initiative verfügt er über langjährige Erfahrung im Aufbau und der Weiterentwicklung von Koordinations- und Steuerungsstrukturen am Übergang Schule-Beruf. Augsburg wird als gastgebende Kommune einen Blick in die Umsetzung vor Ort bieten. In Arbeitsphasen wird es die Möglichkeit geben, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen, sich zu beraten und eigene Anliegen zu reflektieren.

Im Sinne der gelebten Kooperation richtet sich die Veranstaltung an die Zielgruppe der Fach- und Führungskräfte aus der kommunalen Bildungsverwaltung mit Koordinierungsaufgaben und an deren wichtigste Kooperationspartner aus den drei Rechtskreisen. Weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit fachlichem Interesse sind ebenfalls willkommen.

Das Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte ist ein bundesweites Netzwerk von Kommunen, die ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM) aufbauen und weiterentwickeln, um für aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich ressortübergreifende Lösungen zu erarbeiten. Die Treffen fördern den städteübergreifenden Praxis- und Erfahrungsaustausch und bieten die Zeit sowie einen vertraulichen Rahmen für kollegialen Austausch und Vernetzung. Zudem bietet es ein Forum, um Einblicke in gute Praxis vor Ort zu erhalten und Zukunftsthemen für das DKBM zu diskutieren. Ein Einstieg ins Großstadtnetzwerk ist jederzeit möglich.

Da es sich um eine nicht-öffentliche Veranstaltung handelt, bitten wir Sie sich bis zum 19.06.2019 anzumelden.

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