ALLE mitnehmen – leichter gesagt als getan. Wie können Beteiligungsprozesse im Bildungsmanagement gelingen?

Großstadtnetzwerk der Transferagentur für Großstädte

Art:

Ort:
Haus der Technik
Hollestr. 1
45127 Essen
Datum:
Dienstag, 9. Oktober 2018 - 13:00 bis Mittwoch, 10. Oktober 2018 - 14:00
Kontakt:
Anmeldung:

Aktuell werden Fragen von Beteiligung im Zusammenhang mit Demokratie mehr denn je diskutiert. Die Kommunen spielen dabei eine zentrale Rolle. Großstädte sind gefragt, alle Menschen vor Ort in verschiedenen Bereichen zu beteiligen, etwa bei Fragen der Integration, der Gestaltung eines kommunalen Bildungsraums sowie bei der Entwicklung bedarfsorientierter Angebote. Die Anforderungen an wirksame Beteiligungsprozesse sind allerdings anspruchsvoll: Wer soll in welchem Rahmen zu welchem Ziel beteiligt werden? Und wie lässt sich das mit den vorhandenen Ressourcen umsetzen? Und vor allem: Wie erreichen wir diejenigen, die nicht beziehungsweise nur wenig teilhaben, wie z.B. Menschen mit Fluchterfahrung, EU-Zugewanderte, Menschen mit einem geringen Bildungsstatus oder von Armut betroffene Personen?

Beteiligung ist ein zentraler Baustein des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement. Es sollen Qualität und Wirkung der Bildungsangebote gesteigert, Ressourcen bedarfsgerecht eingesetzt und Bildungsbenachteiligung überwunden werden. Das setzt (viel) Wissen über die Zielgruppe voraus. Durch partizipatorische Prozesse kann ein direkter Dialog mit den Menschen vor Ort entstehen und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten. Solche Erfahrungen stärken nicht zuletzt die demokratische Verfasstheit. Auf kommunaler Seite können dadurch nachhaltige Entscheidungen getroffen und Ressourcen bedarfsorientiert eingesetzt werden.

Bei diesem Großstadtnetzwerktreffen werden unterschiedliche Prozesse aus Essen und Duisburg in den Blick genommen und diskutiert, was Beteiligung im Bildungsmanagement eigentlich leisten kann und sollte. Der Fokus liegt dabei auf Zielgruppen, die aus unterschiedlichen Gründen wenig beteiligt sind. Folgende Fragen wollen wir im Großstadtnetzwerk bearbeiten:

  • Warum und wann ist Partizipation von Menschen, die bisher wenig beteiligt sind, wichtig? Welcher Mehrwert kann dadurch für die Kommune sowie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt entstehen?
  • Welche Chancen und Risiken birgt Partizipation? Welche Minimalanforderungen müssen in der Kommune gegeben sein, damit die Partizipation gelingt?
  • Welche Ansätze und Formen von Partizipation gibt es in Bezug auf Menschen, die bisher nicht erreicht wurden?
     
Zielgruppe
Kommunale Fach- und Führungskräfte aus der strategischen und operativen Ebene und aus bildungsrelevanten Bereichen, wie Jugend, Integration, Soziales, Schule, Kultur, Weiterbildung, und Stadtentwicklung, Kommunale Koordinatorinnen und Koordinatoren der Bildungsangebote für Neuzugewanderte sowie weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit fachlichem Interesse an dem Thema.
Ansprechperson
Anmeldung: