Leipzig

Bildungsorte im Fokus
Die unterschiedlichen Bildungsakteure kennenlernen und vor Ort besuchen – das ist Teil des Leipziger Konzepts.
 
Zahlen und Fakten
596 517 Einwohnerinnen und Einwohner
Die Bildungskonferenz hat in Leipzig zwischen 2011 und 2016 jährlich stattgefunden. 2016 wurde für die Umsetzung ein Rhythmus von zwei bis drei Jahren festgelegt, 2019 fand die Konferenz am 19. September statt. Zwischen 100 und 150 Personen haben in der Vergangenheit an der Bildungskonferenz teilgenommen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Jugendhilfe, Kultur, Schule, Kita, Vereine und diverse Interessenvertretungen.
 
Die Bildungskonferenz in Leipzig ist ein Instrument zum Informationsaustausch und zur Vernetzung der Bildungsakteure. Das Programm der Bildungskonferenzen in Leipzig sieht auch immer einen vor Ort-Besuch beziehungsweise Rundgang in verschiedenen Stadtteilen vor. Je nach Konferenzformat werden ein oder mehrere Bildungsorte ausgewählt, die einen inhaltlichen Bezug zum Konferenzthema haben. Die Teilnehmenden der Bildungskonferenz „Vielfalt leben – Leipzig auf dem Weg zur Inklusion“ besuchten zum Beispiel Bildungsorte, die sich in unterschiedlicher Weise des Themas Inklusion angenommen haben: Die Werner-Vogel-Schule, eine staatlich anerkannte Ersatzschule für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, stellte ihr Konzept zur integrativen Beschulung vor. Auch die Diakonie am Thonberg, die Praxisbausteine für die Heranführung an die Inhalte der Ausbildungsberufe umsetzt, besichtigten die Teilnehmenden. Die Besuche von ausgewählten Bildungsorten ermöglichen den Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern Einblicke in die gelebte Praxis. Zudem kann der fachliche Input zu Beginn der Bildungskonferenz aufgegriffen und anhand einer spezifischen Institution diskutiert werden. Für die besuchten Bildungsorte bieten die Konferenzen den Mehrwert, sich in einem geschützten Raum mit Bildungsakteuren aus unterschiedlichen Bereichen auszutauschen – beispielsweise zu den in der Institution gelebten oder geplanten Ansätzen für inklusive Bildung. Das Sachgebiet Bildungsmanagement, Abteilung Bildung im Amt für Jugend, Familie und Bildung setzt die Konzeption der Bildungskonferenzen federführend um. Beteiligt ist als Kooperationspartner das Landesamt für Schule und Bildung, Standort Leipzig. Eng an die Planung angebunden ist der oder die Beigeordnete für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule sowie je nach Themenfeld weitere Dezernate der Stadtverwaltung. Es wird jeweils eine Vorbereitungsgruppe aus Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und des Landesamtes für Schule und Bildung eingerichtet. Für die Besuche im Stadtteil werden im Vorfeld die einzelnen Bildungsorte besucht und Ziel sowie Ablauf des Gruppenbesuchs vor Ort besprochen. Eine Nachbereitung der Bildungskonferenz erfolgt nicht für die gesamte Konferenz, sondern in den Institutionen vor Ort sowie innerhalb der Verwaltung.
 
Themen der bisherigen Bildungskonferenzen:
  • Erste Bildungskonferenz Leipzig (2010)
  • Bildungsgerechtigkeit (2011)
  • Bildung als Standortfaktor (2012)
  • Schule im Quartier – Chancen eröffnen (2013)
  • Schule + Kultur = Schulkultur? (2014)
  • Vielfalt leben – Leipzig auf dem Weg zur Inklusion (2015, 2016)
 
Empfehlungen aus Leipzig zur praktischen Umsetzung der Bildungskonferenz
  • Frühzeitig planen: Mit der Planung einer Bildungskonferenz sollte idealerweise 1,5 bis 2 Jahre vorher begonnen werden. Mit allen notwendigen Abstimmungen und Anfragen ermöglicht dieser zeitliche Vorlauf eine angenehme Planung. 
  • Anzahl der Teilnehmenden je nach Ressourcen festlegen: Je nach Größe des Vorbereitungsteams und der zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Vorbereitung und Durchführung sollte die Teilnehmendenzahl begrenzt werden. Arbeitserleichternd ist eine Online-Anmeldung, dabei werden Anmeldungen nach der Reihenfolge des Eingangs angenommen.
  • Organisatorischen Aufwand geringhalten: Häufig benötigt die organisatorische Vorbereitung einer Bildungskonferenz mehr Zeit als die inhaltliche Planung. Rundgänge im Quartier sind beispielsweise ressourcenschonender zu organisieren, wenn keine Fahrten mit dem ÖPNV eingeplant werden müssen. Außerdem entfällt der Fahrkartenkauf, damit sinken die Kosten.
  • Verantwortung klären: Am Konferenztag sollte es eine klare Aufgabenteilung innerhalb des Vorbereitungsteams geben und eine hauptverantwortliche Person, die den Überblick über die Organisation der Veranstaltung hat.
Weitere Informationen:
 
Kontakt:
Cornelia Klöter
Stadt Leipzig
Amt für Jugend, Familie und Bildung
Abteilung Bildung, Sachgebiet Bildungsmanagement
Telefon: 0341-123-1030