Köln

Lebenslanges Lernen und Digitalisierung als gesamtstädtische Aufgaben

Lebenslanges Lernen ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, der sich Köln im Rahmen des Förderprogramms „Lernen vor Ort" stellte. Ein aufeinander abgestimmtes Angebot der Bildungsanbieter fördert „Bildungsbiografien ohne Brüche" für alle. Im Rahmen von „Lernen vor Ort" entwickelte Köln ein gesamtstädtisches Bildungsmanagement, um das zu erreichen. Bildungsmöglichkeiten und Bildungsbeteiligung in Köln zu verbessern, waren die Aspekte, um die es im Prozess vor allem ging. Des Weiteren verfolgt Köln als offizielle "Internet-Stadt" eine gesamtstädtische Strategie. Für den Bereich Bildung entwickelte sich daraus eine Bildungswerkstatt, die alle Teile der Bildungskette beinhaltet und das Thema Digitalisierung anfasst.

Im Rahmen der Jahrestagung der Transferagentur im Februar 2020, sprachen Ursula Brockmann und Dr. Iris Flagmeyer, Regionales Bildungsbüro Köln, mit Kommunalberaterin Kathrin Flaspöler über die Entwicklungswerkstatt "Bildung im digitalen Wandel".
 

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Die Bildungslandschaft Altstadt Nord im Fokus

Im Jahre 2006 hat die Stadt Köln mit einem Ratsbeschluss bekräftigt, gemeinsam mit den Montag Stiftungen Jugend und Gesellschaft sowie Urbane Räume ein pädagogisches und bauliches Konzept für die „Bildungslandschaft Altstadt Nord“ zu entwickeln – und zwar in einem partizipativen Prozess: Rund um den Klingelpützpark werden Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen miteinander verzahnt und zum umliegenden Quartier mit seinen informellen Lernorten und -gelegenheiten geöffnet . Beim Großstadtnetzwerk „Mehr als Schule: Das Quartier als Lernumfeld planen" wurde das Projekt vorgestellt.

Schule ist eigentlich der einzige Punkt (außer dem Rathaus), an dem die öffentliche Hand in einem Stadtteil richtig präsent wird.

Michael Gräbener, Stadt Köln und Projektverantwortlicher der Bildungslandschaft Altstadt Nord
„Wir haben über den partizipativen Prozess eine sehr hohe Akzeptanz erreicht.“

Michael Gräbener von der Stadt Köln ist Projektverantwortlicher der Bildungslandschaft Altstadt Nordbeschreibt. In einem Interview beschreibt er den Mehrwert, den die Begleitung durch die Montag Stiftungen Jugend und Gesellschaft sowie Urbane Räume brachte. Gemeinsam setzte man einen partizipatorischen Prozess auf.

Arbeiten und Lernen sind Begriffe, die sehr fluide ineinander übergehen.

Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Vorstand Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
"Teile der Prozesse müssen selbstorganisiert sein"

Die Montag Stiftungen Jugend und Gesellschaft sowie Urbane Räume begleiteten die Stadt Köln in dem Prozess zur Bildungslandschaft Altstadt Nord. Vorstand Dr. Karl-Heinz Imhäuser erläutert im Interview die Rolle der Stiftungen, die Besonderheiten einer solchen Zusammenarbeit und die Relevanz von Prozessen.