Hannover

Mit der Weiterentwicklung von Arbeitsstrukturen zur Weiterentwicklung des kommunalen Bildungsmanagements

Die Landeshauptstadt Hannover legte im Jahr 2009 als eine der ersten großen Städte bundesweit einen kommunalen Bildungsplan vor, der Bevölkerungs- und Sozialstrukturdaten mit Schul- und Jugendhilfedaten verknüpft und sowohl stadtweit als auch sozialräumlich auswertete. 2016 wurde ein neues Dezernat mit dem Titel Bildungs-, Jugend- und Familiendezernat eingerichtet, dem die Fachbereiche Jugend und Familie, Schule sowie die Volkshochschule zugeordnet sind. Indem die Stadt Arbeitsstrukturen zur bereichsübergreifenden Zusammenarbeit und integrierten Planung weiterentwickelt, schafft Hannover gute Voraussetzungen für ein kommunales datenbasiertes Bildungsmanagement, das zum Ziel hat, das Bildungsangebot kohärenter und wirkungsvoller zu gestalten. 

  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohnerinnen und Einwohner: 532.888 *
  • Bevölkerungsdichte: 2.700 Einwohner je km km² **
  • Stadtgliederung: 51 Stadtteile in 13 Stadtbezirken 
  • Aktuelle Förderprogramme:  „Bildung integriert" und „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte"
  • Ansprechpersonen in der Kommune
    Ingrid Teschner, Fachbereich Jugend und Familie, Koordination Jugendhilfeplanung 
    Stefan Rauhaus, Fachbereich Schule, Bereichsleitung Schulentwicklungsplanung und Pädagogische Programme
    Dr. Susanne Kannenberg, Fachbereich Ada-und Theodor-Lessing-Volkshochschule, Bereichsleitung Chance
* Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung (amtliche Einwohnerzahl am 30. November 2016) Quelle:  Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover (Sachgebiet Wahlen und Statistik) 
** Quelle: STATISTISCHE BERICHTE der Landeshauptstadt Hannover Einwohnerdichte am 31.12.2017 (Einwohnen je ha) Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2018


Die Transferagentur arbeitet seit 2017 mit der Stadt zusammen. Die Ziele der Zusammenarbeit sind festgehalten in einer Zielvereinbarung, die für die Förderphase bis 2020 gilt.

Zurück zur Flurschule oder auf inneue (digitale) Lernwelten?

Im Interview berichtet Stefan Rauhaus, Leiter des Fachbereichs Schule der Landeshauptstadt Hannover, über die Herausforderungen, denen die Stadt Hannover wie so viele Kommune derzeit in puncto Raumnutzung an Schulen begegnet.

Hier lesen Sie das ganze Interview

Bei der Struktur der Zusammenarbeit reibt man sich aneinander, doch das Verständnis füreinander erweitert sich auch.

Stefan Rauhaus, Bereichsleitung Schulplanung und Pädagogik, Landeshauptstadt Hannover
Kein Raum für Qualität? Wie Großstädte neue Lernorte gestalten.
Beim Treffen des Großstadtnetzwerks zum Thema „Kein Raum für Qualität? Wie Großstädte neue Lernorte gestalten“ im Dezember 2017 stellte Stefan Rauhaus, Bereichsleiter Schulplanung und Pädagogik im Amt für Schule der Landeshauptstadt Hannover, am Beispiel mobiler Bauten vor, wie Hannover aus der Umsetzung guter Einzelbeispiele lernt, um Umsetzungsprozesse zu beschleunigen und zugleich die Weichen so zu stellen, dass auch Übergangslösungen gute Lernumgebungen sind.
 
Mehr Wohnungen, mehr Schulen, mehr Kitas – Hannover investiert in großem Umfang, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten. Von 2011 bis 2016 ist die Stadt stark gewachsen, seither flacht die Wachstumskurve leicht ab. Verlässliche Prognosen sind wie in fast allen Großstädten schwierig. Diverse Neubauvorhaben für Kitas und Schulen laufen. Jeweils ca. die Hälfte können mithilfe der Investitionsoffensive „500 plus“ realisiert werden, die der Rat der Stadt als ein Ergebnis des Dialogprozesses „Mein Hannover 2030“ der Stadtentwicklung im Herbst 2017 verabschiedet hat. Das erleichtert der Verwaltung die Situation deutlich, Finanzierungslücken bleiben dennoch.
 
Im Zuge der Investitionsoffensive wurde das Gebäudemanagement der Landeshauptstadt um rund 65 Stellen erweitert. So gibt es mehr Kapazitäten für die Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Schule sowie Jugend und Familie, auch wenn es um die Planung und Umsetzung von Übergangslösungen mithilfe von Mobilbauten geht.
 

Wir können über Mobilbauten sehr kurzfristig Bedarfe abdecken und den ursprünglichen Schulraum entzerren.  [...] Das trägt insgesamt zu einer Verbesserung des Lernklimas bei und ist somit qualitätssteigernd. 

Stefan Rauhaus, Bereichsleitung Schulplanung und Pädagogik, Landeshauptstadt Hannover
Übergangslösungen erschließen

Wenn Raumnot in Kita oder Schule schnell behoben werden muss, ist das Aufstellen von Mobilbauten der gängigste Lösungsansatz. Es muss schnell Abhilfe geschaffen werden, im Vordergrund stehen effiziente Prozesse. Die wichtigsten Partner kommunaler Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung sind dabei der Fachbereich Finanzen, der kurzfristig Investitionen ermöglicht, und das kommunale Gebäudemanagement, das bei der Flächenauswahl und Umsetzung unterstützt bzw. im Kitabereich oft die Federführung in der Planung und Umsetzung hat. 

Das Themendossier „Kein Raum für Qualität? Neue Lernorte als Gestaltungsaufgabe im datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement" thematisiert ebenfalls die Lösungen der Stadt Hannover.

Ansprechperson