Dortmund

Auf vorhandene Strukturen und Erfahrung bauen

Das 2003 etablierte Regionale Bildungsbüro im Fachbereich Schule der Stadt Dortmund bündelt und koordiniert vielfältige Bildungsaktivitäten der Kommune – nach dem Motto „Wir machen (nicht nur) Schule“. Durch das Programm „Bildung integriert“ können diese Netzwerke weiter intensiviert und neue Schnittstellen geschaffen werden. Insbesondere die Etablierung regelhafter Arbeitsstrukturen zwischen der Dortmunder Statistik und dem Fachbereich Schule legen dabei den entscheidenden Grundstein für den Aufbau einer umfassenden Datenbasis zur Beobachtung und Analyse des Bildungsgeschehens vor Ort.

  • Fläche: 208,71 km²
  • Einwohnerinnen und Einwohner: 586.181
  • Bevölkerungsdichte: 2.088 Einwohnerinnen und Einwohner je km²
  • Stadtgliederung: 12 Stadtbezirke mit 62 Stadtteilen
  • Aktuelle Förderprogramme: „Bildung integriert" und „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte"
  • Ansprechpersonen in der Kommune:
    Christina Luchmann, Regionales Bildungsbüro, Fachbereich Schule

Wir haben in Dortmund also sehr früh begonnen, kommunales Bildungsmanagement als unsere Aufgabe zu betrachten und verschiedene Bildungsakteure zu vernetzen.

Daniela Schneckenburger, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie in Dortmund
Zielvereinbarung bis 2020

Die Transferagentur arbeitet seit 2014 mit der Stadt zusammen. Im Oktober 2018 hat Dortmund eine neue Zielvereinbarung mit der Transferagentur für Großstädte vereinbart. In den kommenden zwei Jahren soll es nun darum gehen, die entwickelten Prozesse und Strukturen eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement nachhaltig zu veranken und den Fokus auf die Weiterentwicklung sozialräumlicher Ansätze zu richten.

Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Programms Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte wurden in Dortmund Ende 2016 drei Stellen eingerichtet, die als Kommunale Koordinierung das gemeinsame Ziel verfolgen, die Bildungsangebote entlang der Bildungsketten für neu Zugereiste in Dortmund aufeinander abzustimmen, Lücken und Brüche in den Bildungsketten zu identifizieren und passgenaue Angebote zu initiieren, damit die gesellschaftliche und berufliche Integration der Neuzugewanderten gelingt.
Die drei Stellen sind in Dortmund in den folgenden Bereichen eingesetzt:
  • Frühkindliche Bildung (Dezernat für Schule, Jugend und Familie)
  • Schulische Bildung und Übergänge (Fachbereich Schule)
  • Sprachbildung (VHS)
Die zunächst zweijährige Laufzeit des Projekts wurde um weitere zwei Jahre bis Ende 2020 verlängert.
„Als Stadt haben wir durch die Arbeitsmigration eine lange Erfahrung mit Migration"

In Dortmund gab es eine große Anzahl von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren. Circa 6.000 Flüchtlinge kamen in der Ruhrmetropole an, näherungsweise genauso viele Neuzugewanderte kamen aus Südosteuropa, Bulgarien und Rumänien. Dortmund kann im Bereich kommunales Bildungsmanagement somit bereits auf einige Erfahrung bei der Integration in Bildung zurückgreifen. Lesen Sie hier ein Interview mit Daniela Schneckenburger, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie in Dortmund.

Schnell handeln – aber nicht ohne Plan. Wie Kommunen mit guter Koordination die Neue Migration bewältigen

Angekommen in Deutschland sollen geflüchtete und zugewanderte Kinder und Jugendliche möglichst rasch in das kommunale Bildungssystem integriert werden. Die Anzahl junger Menschen mit Migrationshintergrund oder Fluchtgeschichte stellt Kommunen jedoch vor große Herausforderungen. Kommunale Koordinatorinnen und Koordinatoren sollen die Zusammenarbeit der Ämter verbessern, Sonderbeauftragte koordinieren ehrenamtliches Engagement und Stabstellen bei Bürgermeistern oder regelmäßige Sitzungen der Amtsleitungen helfen, Geflüchtete neben der Unterbringung und Versorgung schneller und besser zu integrieren – und all dies bei angespannten kommunalen Haushalten. Das alles ist mit vielen Fragen verbunden. An diesen Fragen arbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aus acht bundesdeutschen Großstädten, beim ersten Treffen der Fachgruppe „Kooperation Kommune und Zivilgesellschaft“ im Großstadtnetzwerk der Transferagentur in der Gastgeberstadt Dortmund. 

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