Kommunale Prävention als Gegenstand des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements

Strategien zur Verbesserung der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern und Familien in prekären Lebenslagen

Art:

Ort:
Im Landschaftspark Duisburg-Nord
Emscherstraße 71
47137 Duisburg
Datum:
Dienstag, 29. Oktober 2019 - 13:00 bis Mittwoch, 30. Oktober 2019 - 14:00
Armutsgefährdung und Bildungsbenachteiligung stehen in einem engen Zusammenhang. Dieser Umstand hat für den Bildungsweg und die Chancen von Kindern und Jugendlichen stark nachteilige Folgen. Um sich diesen Herausforderungen anzunehmen, steht die Kommune im Mittelpunkt, denn sie ist Trägerin der Kinder- und Jugendhilfe, zuständig für die soziale Daseinsvorsorge und zentraler Entwicklungs- und Lebensort der Kinder und Jugendlichen. Ein möglicher Ansatzpunkt ist die „kommunale Armutsprävention“. Dieses Konzept stellt einen Handlungsansatz dar, der aus der Kinderperspektive heraus, die vorhandenen Infrastrukturen vor Ort systematisch nutzt und miteinander verzahnt, um vorbeugend zu wirken. Ein weiterer Ansatz ist der Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement (DKBM). Dieser zielt darauf ab, einen datengestützten Überblick der Bildungssituation vor Ort zu erhalten, um bedarfsorientiert Angebote und Ressourcen zu steuern. Dazu werden relevante Akteure vernetzt, Bildungsangebote aufeinander abgestimmt und die kommunalen Anstrengungen möglichst zu einem Gesamtsystem gebündelt.
 
Beide Perspektiven zu beleuchten, war das Hauptanliegen dieses Großstadtnetzwerkes. Denn es stellt sich die Frage, wie die Potenziale dieser beiden Ansätze in der Praxis für eine ressortübergreifende (Bildungs-)Planung genutzt werden können? Wie können Bildungsmonitoring und -management auf der einen Seite sowie der Ansatz der kommunalen Armutsprävention auf der anderen Seite dazu beitragen, multiple Risikolagen und Bildungsungleichheit vor Ort zu verbessern? 

 
Impressionen aus dem Landschaftspark Duisburg-Nord
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Thomas Krützberg, Dezernent für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales, Stadt Duisburg
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Alexander Mavroudis, LVR-Landesjugendamt Rheinland
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Mario Bischof, Bildungsmonitoring, Stadt Leipzig
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Sibylle Messinger, Jugendhilfe- und Bildungsplanung, Stadt Ludwigshafen
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Karen Dietrich (Stadtteilmanagement Marxloh) und Klaus Peter Müller (Büro Bildungsregion Duisburg) beim Stadtteilspaziergang
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Beim Stadtspaziergang durch Duisburg-Marxloh
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Im Folgenden finden Sie die Präsentationen der Referentinnen und Referenten.
 
Impulsvortrag | Kommunale Präventionsketten und Bildungslandschaften - "zwei Seiten einer Medaille" bei der frühzeitigen Bekämpfung von möglichen Folgen von Kinder- und Jugendarmut
Alexander Mavroudis, Fachberater bei der Entwicklung von kommunalen Präventionsketten gegen Kinderarmut sowie beim Aufbau von Bildungslandschaften im LVR-Landesjugendamt Rheinland
Impulsvortrag: Strategie | Auf die Lebenssituation vor Ort kommt es an: Präventionsmaßnahmen und -monitoring auf Arbeitsebene zusammenbringen
Thomas Klein, Jugendhilfeplanung, Landeshauptstadt Düsseldorf
Aus der Praxis: Strategie | Kinder, Jugendliche und ihre Familien stärken, Strategien zur Vermeidung von Kinder- und Jugendarmut
Sibylle Messinger, Jugendhilfe- und Bildungsplanung, Stadt Ludwigshafen 
Aus der Praxis: Datenbasierung| Präventionskonzept Hilfen zur Erziehung: Unterstützung durch das kommunale Bildungsmonitoring in Leipzig
Mario Bischof, Bildungsmonitoring, Stadt Leipzig 

Dr. Daniel März, Kommunalberater der Transferagentur für Großstädte, spricht in einem Interview unter anderem darüber, welche kommunalen Ansätze zur Armutsbekämpfung es gibt.

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