Digitale Tools: QGIS

Mit der Visualisierung von Daten können komplexe Sachverhalte und Wirkungszusammenhänge vereinfacht dargestellt werden. Auch im Bildungsmonitoring gewinnt die kartografische Aufbereitung von Bildungs- und Sozialdaten zusehends an Bedeutung. 

Für wen eigent sich die Methode

Bildungsdaten, die in thematischen Karten aufbereitet werden, lockern nicht nur einen Bildungsbericht oder andere Produkte des Bildungsmonitorings auf. Sie veranschaulichen den Leserinnen und Lesern auch auf den ersten Blick, wo Unterschiede zwischen den dargestellten Raumeinheiten – z.B. Stadtteile – liegen. Um Bildungsdaten kleinräumig darzustellen, kommen Geoinformationssysteme zum Einsatz. Mithilfe dieser sogenannten GIS lassen sich räumliche Daten erfassen, bearbeiten, organisieren, analysieren und letztlich in Kartenform präsentieren. Hierfür gibt es zahlreiche kommerzielle wie freie Anwendungen. Auch das IT-Instrumentarium der Transferinitiative „komBi" bietet die Möglichkeit kartografischer Darstellungen.

 

Ablauf

Für den Start mit QGIS gibt es zahlreiche Materialien zur Einführung, u.a. im deutschsprachigen GisWiki oder auf der Website QGis auch in weiteren Sprachen. Im Rahmen einer digitalen Qualifizierung der Transferagentur Rheinland-Pfalz/Saarland haben Benjamin Harney, Leiter der Statistikstelle der Stadt Herne, und Lutz C. Popp, Schulentwicklungsplaner der Stadt Bielefeld, eine Reihe von Tutorials erstellt, die eine erste Einführung in die Arbeit mit QGIS bieten.
 
Anregungen für weitere Möglichkeiten der Visualisierung und Aufbereitung von Daten finden sich auf der Website der KOSMO – Koordinierungsstelle Bildungsmonitoring der Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement. Auch dort werden Tutorials, z.B. zum Aufbereiten von Daten mithilfe der Programmiersprache Python veröffentlicht.
 

Benötigtes Material

  • ein Endgerät - also ein Laptop, ein Standcomputer, ein Smartphone oder ein Pad - mit Internetzugang
 

Quelle

In einigen Kommunen kommt die (kosten-)freie Software Quantum GIS (QGIS) zum Einsatz. QGIS ist eine Open-Source-Software: Nutzerinnen und Nutzer können die Anwendung ausführen, erproben, verändern oder auch kopieren und verbreiten. Seit 2002 wird QGIS von einem Kreis Freiwilliger kontinuierlich weiterentwickelt. Die Software läuft auf unterschiedlichen Betriebssystemen, darunter auch Windows. Beispiele für die Nutzung von QGIS für thematische Karten findet man in den Bildungsberichten der Städte Herne und Dresden oder im Sozialraumindex der Stadt Hagen.
 

Interview mit Lutz C. Popp

Im Interview mit der Transferagentur für Großstädte zählt Diplom-Geograf Lutz C. Popp, Mitarbeiter der Stadt Bielefeld in der Schulentwicklungs- und Bildungsplanung, die Vorteile der visuellen Aufbereitung von Daten auf und erklärt, welche Indikatoren sich im Bildungsbereich besonders für kartografische Darstellungen anbieten. Zudem lässt er uns an seinem praktischen Erfahrungswissen teilhaben und gibt Hinweise zum Umgang mit QGIS.