Digitale Tools: Padlet und Etherpad

Etherpad und Padlet sind zwei Tools, die sich durch eine einfache schriftliche Kommunikation auszeichnen und kollaboratives Arbeiten ermöglichen. Auch die Transferagentur selbst nutzt bereits in ihrer Arbeit beides.

Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Datenschutzrechtliche Fragen können an dieser Stelle nicht rechtssicher beantwortet werden. Daher empfiehlt die Transferagentur, sich vor der Nutzung eines Tools mit dem zustädigen Datenschutzbeauftragten in der jeweiligen Organistation bzw. Institution zu verständigen. 

Für wen eignet sich die Methode

Etherpad eignet sich zum kollaborativen Schreiben und Arbeiten an Texten, wenn Teilnehmende nicht an einem Ort oder in einem Raum gemeinsam anwesend sind. Etherpad ist ein webbasierter Texteditor. Padlet eignet sich vor allem zum Ideen sammeln, Visualisieren und Clustern. Ein Padlet kann zur gemeinsamen stichpunktartigen Sammlung, einem ersten Brainstorming und für eine Clusterung von Inhalten genutzt werden. 
 

Ablauf

Etherpad verfügt über die grundlegenden Funktionen eines Schreibprogramms. Zudem können erstellte Dokumente in verschiedene Formate exportiert werden. Teilnehmende können ihren Namen angeben und bekommen Farben zugewiesen, so dass ein verfasster Text den Teilnehmenden zugeordnet werden kann. Es bietet sich daher gut für die gemeinsame Bearbeitung von Konzepten an. Aber auch für die Erstellung eines Live-Protokolls, bei dem mehrere Personen ggf. Ergänzungen hinzufügen können. Bei Etherpad besteht die Möglichkeit, während der gemeinsamen Bearbeitung eines Textdokuments via Live-Chat miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese Funktion bietet sich beispielsweise zur Moderation einer Arbeitsphase an oder zum Beantworten von Fragen während der Bearbeitung. Etherpads sind grundsätzlich für alle Personen, die den Link besitzen zugänglich und veränderbar. Bei der Eröffnung eines Etherpads kann ein Zeitraum gewählt werden, in dem sich das Etherpad automatisch löscht. Es kann auch individuell gelöscht werden.
 
Im Padlet kann man zwischen verschiedenen Ansichten, beispielsweise Pinnwand, Weltkarte oder Zeitleiste wählen. Schriftarten, Farben und Hintergründe können ebenfalls individualisiert werden. Erstellte Posts können geclustert, kommentiert, bewertet oder geliked werden. Nicht angemeldete Nutzerinnen und Nutzer werden als anonym angezeigt. Die kreative Visualisierung bietet sich besonders für die Sammlung von Ideen mit externen Akteurinnen und Akteuren, z. B. im Rahmen einer größeren Online-Veranstaltung an. Beim Padlet kann zwischen unterschiedlichen Sichtbarkeits- und Bearbeitungsoptionen gewählt werden: (a) öffentlich, (b) passwortgeschützt oder (c) privat.
 

Benötigtes Material

  • Als einziges Material wird sowohl beim Etherpad als auch bei Padlet ein Endgerät - also ein Laptop, ein Standcomputer, ein Smartphone oder ein Pad - mit Internetzugang benötigt.
  • Ein Etherpad kann ohne Anmeldung oder Registrierung erstellt werden. Um ein Padlet einzurichten, muss man sich auf der Plattform anmelden. In der kostenfreien Version können maximal drei Padlets erstellt werden. 
  • Nach Erstellung können beide Tools mit anderen Nutzerinnen und Nutzern über einen Link geteilt werden. Dafür bedarf es keiner Anmeldung.
 

Quelle

Etherpad ist ein Open-Source-Angebot und wird auf verschiedenen Servern zur Verfügung gestellt. Zum Beispiel unter yopad.eu, ein Angebot vom Programm „jugend.beteiligen.jetzt – für die Praxis digitaler Partizipation“ der DKJS, oder von Freifunk unter pad.freifunk.net. Weiterführende Informationen zum Yopad finden Sie hier.