Kooperation braucht Erfolge

Blick ins Podium
Regionale Fachveranstaltung geht in die dritte Runde
12.06.2018

„Nichts ist hilfreicher für Kooperation als Erfolg", sagte Dieter Assel, ehemaliger Leiter Jugendhilfe, Stadt Weiterstadt, bei der dritten von vier Fachveranstatungen zum Thema externe Kooperation im Feld der Neuzuwanderung.

Aber wie gelingt es, eine Kooperation erfolgreich zu gestalten? Was braucht es dazu? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren der Bildungsangebote für Neuzugewanderte heute in Kassel. Bereits in der Podiumsdiskussion, mit der die Veranstaltung startete, wurden wichtige Stichworte genannt. „Kooperationsarbeit", so Christine Knüppel, Geschäftsführerin Kulturzentrum Schlachthof e.V., Kassel, „ist Beziehungsarbeit. Oft wird bei Kooperation die Autonomie aufgegeben – dazu braucht es großes Vertrauen."

Wie man Vertrauen schafft, darauf hatte Dieter Assel mehrere Antworten: "Es braucht Achtung voreinander, Empathie, persönliche Beziehungen und klare, machbare Zielsetzung für erfolgreiche Kooperation. Die vorhandenen Rahmenbedingungen dafür sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich." Eine Teilnehmerin ergänzte dazu, dass Kooperation auch nur dann funktioniere, wenn sie institutionell abgesichert ist und sowohl extern als auch intern auf Augenhöhe gesprochen werde. Das sieht auch Dieter Assel und appellierte an die Teilnehmenden, Kooperation im Bereich Neuzuwanderung größer zu denken.

„Das Ziel ist es, Kooperation als kommunale Gesamtstrategie zu etablieren. Dabei können die kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren einen starken Beitrag leisten."

Dieter Assel, ehemaliger Leiter Jugendhilfe, Stadt Weiterstadt

v. l. n. r.: Christine Knüppel, Katja Schöne, Dieter Assel, Martina Schuster und Markus Lindner.

Katja Schöne, Referentin der Dezernentin für Jugend, Schule, Frauen und Gesundheit, Gastgeberstadt Kassel, und Martina Schuster, Kommunale Koordinatorin, Bildungsbüro, Stadt Nürnberg, brachten ihre Erfahrungen aus Kassel und Nürnberg in die Eröffnungsrunde ein.

Während der Workshophase stellten anschließend vier Kommunen ihre Beispiele aus guter Praxis aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern der kommunalen Koordinierung vor. Im Mittelpunkt standen dabei erneut Ausgangslagen, Rahmenbedingungen, Prozesse und Strukturen zum Gelingen der Kooperation, die die Teilnehmenden im kollegialen Rahmen miteinander diskutieren konnten:

Die komplette Dokumentation aller vier regionalen Fachveranstaltungen in Kassel, Würzburg und Bremen finden Sie nach Ende des letzten Termins auf unserer Homepage.